30.09.2014

 

Am vergangenen Wochenende zog es Chris und mich wieder an das Gewässer, welches wir schon 2007 das erste Mal befischt hatten und nach langjähriger Pause im letzten Jahr (2013) erneut in unseren Fokus rückte. Es zeichnet sich durch ein hohes Aufkommen von Dreikantmuscheln aus, was schon damals für wohlgenährten Fischen sorgte. Diese waren jedoch nur knapp im zweistelligen Pfundbereich.

Seit dem vorherigen Jahr beackerten wir also wieder unseren See, wobei wir immer wieder neue Stellen ausprobierten. So stand auch diesmal ein neuer Uferabschnitt
auf dem Plan. Von hier aus konnten wir an eine sehr steil abfallende Kante fischen und somit verschiedene Tiefenbereiche abdecken. Des Weiteren war es auf Grund des ungewöhnlich hohen Wasserstandes möglich, überschwemmte Uferbereiche zu befischen. So entschieden wir uns, jeweils eine Rute flach und eine auf etwa 4,5 m am Rande der Kante zu fischen. Da die Wassertemperaturen mit rund 18°C noch im angenehmen Bereich waren und auch das Wetter mit viel Sonnenschein noch ungewöhnlich gut war, hofften wir vor allem auf die Uferruten.

Während Christoph ausschließlich mit Boilies fischte, fütterte ich den Uferplatz mit Tigernüssen und Mais und nur die tief liegende Rute mit den Stinkemurmeln.

Der Abend nahte und bei einem schönen heißen Tee genossen wir den Sonnenuntergang und hofften auf eine erfolgreiche Nacht. Bis Mitternacht tat sich jedoch nichts, so dass wir uns in die Zelte verkrochen. Doch gerade als ich mich hinlegen wollte, feuerte meine linke Rute ohne Vorwarnung los und nach kurzem Drill lag der erste Fisch der Session auf der Matte. Dieser hatte auf der Boilierute in 4,5 m Tiefe gebissen. Nachdem der Fisch versorgt war, wurde die Rute neu beködert und wieder an ihren Platz geworfen.

Danach legten wir uns wieder hin, bis ca. 3 Uhr der nächste Fisch an meiner Boilierute biss. Dieser war etwas kleiner als der erste, aber immerhin war es schon der zweite Fisch der Session! Nachdem der vorbereitete PVA-Stick aufs Vorfach gezogen war, warf ich die Rute wieder an ihren Bestimmungsort und legte mich wieder hin.

Diese beiden Fische waren jedoch nicht die einzigen. Bis früh halb 10 bissen noch drei weitere Karpfen auf meine Boilierute. In der ersten Nacht konnte ich auf dieser einen Rute also schon fünf Fische landen, die alle in etwa gleich groß waren. Christophs Ruten sowie meine Uferrute blieben jedoch ohne Biss.

 

So starteten wir mit frischen Brötchen in den Tag und genossen das schöne, spätsommerliche Wetter mit Temperaturen bis zu 20°C und strahlenden Sonnenschein. Gegen 12 Uhr biss dann erneut auf meiner Boilierute. Jedoch war nach kurzem Fischkontakt die Schnur plötzlich schlaff. Klasse - Abriss, Schlagschnur gekappt -.-

Den Rest des Tages verlief ohne weitere Aktionen, auch der Abend blieb ruhig. Da die vorherige Nacht immer wieder unterbrochen wurde und wir entsprechend müde waren, zogen wir uns etwas zeitiger in die Zelte zurück. Zum Glück konnten wir bis circa halb 3 durchschlafen, denn erst da wurden wir ein erstes Mal von einer Fischaktion geweckt. Christophs Rute an der Kante bescherte ihm den ersten Fisch der Session, der sich größenmäßig in meine zuvor gefangenen Karpfen einreihte.

Gegen 6.30 Uhr konnte ich dann den nächsten Karpfen verhaften. Dieser war zu unserer Freude etwas größer als die bisherigen. Ich freundete mich also mit dem Gedanken an, den Session-Best gefangen zu haben, doch um 8 Uhr legte Christoph nochmal nach. Er konnten einen schönen Spiegler knapp an der 20 Pfund Marke verhaften, so dass das Resultat der Session doch recht ordentlich aussieht.

Insgesamt konnten wir in zwei Nächten 8 Karpfen fangen, wobei die Gewichte im Verlauf der Session zunahmen. Dabei bissen alle Fische auf die tief liegenden Ruten, an den flach abgelegten tat sich überhaupt nichts, obwohl die Wassertemperatur mit 18 Grad noch recht ordentlich war.

Mal sehen, was die nächsten Sessions an diesem See noch so hervorbringen.

Bis dahin

Stefan