18.06.2015

Weitere Wochen des intensiven Flussangelns sind nun vergangen. Die Intensivierung meiner Flussfischerei brachte mir - überwiegend durch kurze Nächte realisiert - noch den ein oder anderen guten Fisch. Auch hier passte ich wieder mein Setup an die Gegebenheiten an, das Einsparen von Ausrüstung (und damit Gewicht) standen an erster Stelle. Dennoch darf bei dieser Herangehensweise der Schutz der Fische nicht ins Hintertreffen geraten, so war trotz des hohen Gewichtes die Monster Carp Cradle immer dabei. Es waren schöne Stunden und Nächte am Fluss, teilweise erfolgte Biss auf Biss, sodass ich am kommenden Arbeitstag ziemlich im Eimer war - aber das war es wert!

Außerdem war eine gemeinsame Fluss-Session mit Gerste geplant. Bei wechselnden Bedingungen, optimal erscheinenden Luftdruck- und Pegel-Parametern, jedoch zu hohen Wassertemperaturen sowie mieser Sauerstoffsättigung und pH-Wert konnten wir unsere Erwartungen nicht erfüllen. Neben dem ein oder anderen (gewichtigen) Beifang gelang es uns lediglich einen halbstarken Schuppi zum Anbiss zu verleiten, die erhofften Graser blieben komplett aus.

Wir waren ziemlich ratlos, jedoch darf man auch nicht erwarten, bei jeder Fluss-Session einen oder gar mehrere Zielfische zu fangen...was die Effektivität der bisherigen Kampagne betrifft kann ich jedenfalls voll und ganz zufrieden sein. Trotzdem wird der Focus in den kommenden Wochen etwas von der Elbe weg, hin zu neuen Zielen gehen...ich bin gespannt, was die nächsten Wochen bringen werden und werde berichten!

 

in dem Sinne, bleibt sauber und achtet die Regeln!

 

Christoph

27.05.2015

 

Nachdem die Frühjahrsangelei wie im letzten Beitrag beschrieben eher zäh verlief, ging ich voller Tatendrang in die neue Saisonphase – die Elbangelei!

Den Anfang markierte eine ausgedehnte Erkundungstour mit dem Schlauchboot. Ziel war ein neuer Abschnitt auf Strecke mit harter Hauptströmung. Schnell fand ich brauchbare Strukturen und begann mit der ersten Futterkampagne – das war Anfang Mai. Nach gut einer Woche des Fütterns kam nun die erste Session: leider hatte ich im Mai bisher nur Zeit für kurze Overnighter, was nicht so ganz optimal für das Elbfischen ist, aber mir blieb nichts anderes übrig.

Nach der ersten Nacht war die Ernüchterung groß: keine einzige Aktion an den Ruten! Beim Einpacken lief dann aber urplötzlich die linke Rute ab! Auf biegen und brechen verlief der nun folgende Kampf mit dem Fisch, ich dachte schon an einen Fisch weit über der  15kg-Marke, der sich dann nach aufopferndem und atemberaubendem Drill zeigende Schuppi war allerdings doch nicht ganz so groß, wie eingangs gedacht – und vielleicht auch ein wenig gehofft.

Während meines zweiten Overnighters konnte ich neben dem ersten kleinen Döbel und einem ordentlichen Klodeckel wieder einen Karpfen – diesmal einen kleinen Schuppi verhaften.

Zwischendurch wurden 60kg frische Boilies für die nächsten Wochen gerollt, das Flussfischen verbraucht immer Unmengen an Futter.

Letzte Woche dann, während ich meine bis dato letzte Nacht am Fluss verbrachte, kam nun endlich der erste Graser dazu. Nicht wirklich groß, aber der Anfang ist gemacht! Dies steht sinnbildlich für die gesamte zweite Saisonphase: der Anfang ist gemacht, aber jetzt geht es erst richtig los!

 

Unterdessen war auch unser Ehrenmitglied Metzi mal wieder am Wasser. Er konnte zwei schöne Fische verhaften und mit seiner Familie die Ruhe in der Natur genießen.

 

 

bis demnächst, Christoph

04.05.2015

Nun ist unsere Saison schon 2 Monate alt und die Frühjahrsangelei damit abgeschlossen. Es war ein auf und ab und das neu auserkorene Frühjahrsgewässer erwies sich dann doch zickiger und weniger ertragreich, als gedacht. Aber von Anfang an: Wir fütterten die schon im Winter gut ausgesuchten Plätze seit Ende Februar. Anfangs nur ganz spärlich und ausschließlich mit kleinen Boilies sowie einem Partikelmix, wurden die Mengen und die Durchmesser der Boilies im Laufe der Zeit langsam erhöht.

 

Die ersten Ansitze verliefen erwartungsgemäß etwas ruhiger – wobei ich bei jeder Session Fisch fangen konnte – jedoch machte sich neben der fehlen Quantität nach und nach auch die fehlende Qualität bemerkbar.

Dies veranlasste mich, einer Einladung folgend, mal ein paar Tage an einem größeren Gewässer in Sachsen-Anhalt zu verbringen. Eine ganz andere Art und Weise zu Fischen als meine bisherige Frühjahrsangelei! Aber es sollte sich lohnen und so konnte ich die ersten guten Fische in diesem Jahr auf der Habenseite verbuchen.

Zurück zum eigentlichen Frühjahrsgewässer: Da nun die Zeit durch Arbeit und andere Dinge etwas knapp wurde, beschloss ich, nur noch zu schnellen Overnightern überzugehen. Das Setup wurde hierfür immer weiter optimiert, sodass auch unter der Woche zwischen der Arbeit gefischt werden konnte. In den nun folgenden zwei Overnightern konnte jedoch die Ausbeute nicht signifikant gesteigert werden – gut, die Stückgewichte stiegen leicht, aber das war es auch schon.

Gestern nun fiel der Entschluss: die nächste Saisonphase wird eingeleitet! Wie die aussieht, erfahrt ihr beim nächsten Update!

 

In diesem Sinne, bleibt sauber und achtet die Regeln

Christoph

13.03.2015

Endlich ist es soweit, die neue Saison steht vor der Tür! Lang, viel zu lang war die Winterpause. Jedoch haben wir sie auch genutzt, haben neben der Erkundung neuer Gewässer auch die Produktion der eigenen Köder wieder ein ordentliches Stück vorangebracht. Daneben wurden natürlich die Tackleboxen nachgefüllt und wir konnten sogar einen Partner in Sachen Selmade-Bleie gewinnen. Nun sind wir gewappnet und voller Vorfreude auf all die Stunden am Wasser, auf all die Abenteuer, die in 2015 noch kommen werden.

Marcel hat unterdessen seine erste Nacht am Wasser schon weg, bis auf eine kapitale Brasse ging er (noch) leer aus, konnte aber die Ruhe und die Natur am Wasser genießen...und darauf kommt es uns u.a. ja auch an ;)

10.11.2014

 

Soeben komme ich von meiner letzten Session in diesem Jahr zurück. Diese begann am vorgestrigen Samstag Nachmittag. Ziel sollte das Gewässer sein, an dem Christoph und ich schon vor zwei Wochen aktiv waren.

Als ich am Samstag ankam, musste ich zunächst feststellen, dass andere Angler an der vorgefütterten Stelle von Christoph saßen. Da ich die erste Nacht aber ohne Christoph fischen würde, arrangierte ich mich mit den Kollegen und befischte die mir bekannten Spots in etwa 95 m Entfernung. Da es schon dämmrig und feucht wurde, warf ich zunächst nur eine Rute an ihren Platz und baute erstmal meinen Brolly auf. Doch nach ein paar Minuten wurde ich schon durch einen Biss unterbrochen. Sehr zaghaft bewegte sich der Swinger nach oben, was recht untypisch für dieses Gewässer ist. Nach einem kurzem Drill konnte ich einen kleinen Satzkarpfen landen, welcher noch nicht mal das Mindestmaß hatte. Solche Fische konnten wir das letzte Mal vor fünf Jahren hier fangen...

Nach diesem Fisch baute ich dann mein Camp komplett auf und warf danach beide Ruten wieder an ihren Platz. Mittlerweile war es schon stockduster, obwohl es gerade einmal 19 Uhr war. Doch als der Vollmond wenig später aufging, war es umso heller ;)

Wie schon bei den vorherigen Session war mit den nächsten Bissen eigentlich erst gegen Mitternacht zu rechnen. Daher gings dann recht zügig in den Schlafsack.

Wie erwartet brachte die zweite Nachthälfte die erwarteten Fische. Zwei schöne Spiegelkarpfen in der Gewässer-Standardgröße konnten zum Landgang überredet werden. Dabei sollte es dann auch vorerst bleiben.

Im Laufe des gestrigen Sonntags stieß dann auch Christoph dazu. Wir genossen die nun doch schon recht schwachen Sonnenstrahlen und schmiedeten schon Pläne für das nächste Jahr. Leider biss im Laufe des Tages kein weiterer Karpfen, so dass wir auf die zweite Hälfte der herannahenden Nacht hofften. Jedoch wurden wir erst in den frühen Morgenstunden geweckt, als sich meine beiden Ruten immer wieder mit einzelnen Piepsern bemerkbar machten. Irgendwann wurde es mir zu bunt, so dass ich zunächst beide Ruten hereinholte und eine Montage durch ein Pop-up Vorfach mit einem gelben 16 mm Poppi ersetzte. Diese war es dann auch, die den letzten Karpfen des Jahres 2014 brachte. Dieser war jedoch auch noch untermaßig, so dass er ohne große Umschweife wieder schwimmen durfte.

Christoph blieb in dieser Nacht leider komplett ohne Aktion. Dies erinnerte etwas an unsere letzte Session im vergangenen Jahr 2013, bei der wohl auch vorher größere Mengen Satzkarpfen in das befischte Gewässer besetzt wurden, und so den Altfischen die "Laune" verdorben.

Trotz allem war es schön, noch einmal an diesem Gewässer gewesen zu sein. Und zumindest für mich war es mit vier gefangenen Fischen ein versöhnlicher Jahresabschluss.

 

Bis demnächst

 

Stefan