20.10.2014

 


Einer Einladung befreundeter Angler folgend, verschlug es Stefan und mich an ein mittelgroßes Gewässer in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam wollten wir ein Wochenende lang diesen See befischen. Da die Bootsbenutzung verboten war, erfolgte die Ermittlung der Spots mittels Markerrute, die Befütterung durch Wurfrohr bzw. Spodrute & Spomb.

Leider hielten sich mal wieder nicht alle an die herrschenden Regeln und so wurde – trotz Verbot – mit dem Futterboot hantiert. Die Arroganz und Selbstgefälligkeit der „Benutzer“ in ihren Rechtfertigungsaussagen machten einmal mehr klar, woran es krankt: mangelnder Respekt gegenüber allen anderen Anglern!

Fakt ist, dass solches Verhalten zwangsläufig nur zu weiteren Verboten führt, die uns allen unsere Angelei weiter einschränkt oder gänzlich unmöglich macht. Deshalb sollte sich jeder, bevor er die Regeln bricht/umgeht/ignoriert einmal hinterfragen, welche Konsequenzen dieses Handeln haben könnte und dementsprechend handeln.


Trotz allem Ärger konnten wir dennoch ein paar schöne Tage am Wasser verbringen und sogar ein paar gute Fische fangen. Stefan hatte eindeutig am meisten zu tun, er konnte viele schöne Fische zum Landgang überreden.


Mir war ein Fisch erst in der letzen Nacht vergönnt. Nachdem ich in der ersten Nacht schon zwei Aktionen ohne Fischkontakt hatte, passte ich meine Montagen an die Gegebenheiten an und wurde mit einem massiven Herbstbullen belohnt.


Alles in allem war’s trotzdem eine sehr schöne Session – Angeln mit Freunden – wir kommen wieder!

30.09.2014

 

Am vergangenen Wochenende zog es Chris und mich wieder an das Gewässer, welches wir schon 2007 das erste Mal befischt hatten und nach langjähriger Pause im letzten Jahr (2013) erneut in unseren Fokus rückte. Es zeichnet sich durch ein hohes Aufkommen von Dreikantmuscheln aus, was schon damals für wohlgenährten Fischen sorgte. Diese waren jedoch nur knapp im zweistelligen Pfundbereich.

Seit dem vorherigen Jahr beackerten wir also wieder unseren See, wobei wir immer wieder neue Stellen ausprobierten. So stand auch diesmal ein neuer Uferabschnitt
auf dem Plan. Von hier aus konnten wir an eine sehr steil abfallende Kante fischen und somit verschiedene Tiefenbereiche abdecken. Des Weiteren war es auf Grund des ungewöhnlich hohen Wasserstandes möglich, überschwemmte Uferbereiche zu befischen. So entschieden wir uns, jeweils eine Rute flach und eine auf etwa 4,5 m am Rande der Kante zu fischen. Da die Wassertemperaturen mit rund 18°C noch im angenehmen Bereich waren und auch das Wetter mit viel Sonnenschein noch ungewöhnlich gut war, hofften wir vor allem auf die Uferruten.

Während Christoph ausschließlich mit Boilies fischte, fütterte ich den Uferplatz mit Tigernüssen und Mais und nur die tief liegende Rute mit den Stinkemurmeln.

Der Abend nahte und bei einem schönen heißen Tee genossen wir den Sonnenuntergang und hofften auf eine erfolgreiche Nacht. Bis Mitternacht tat sich jedoch nichts, so dass wir uns in die Zelte verkrochen. Doch gerade als ich mich hinlegen wollte, feuerte meine linke Rute ohne Vorwarnung los und nach kurzem Drill lag der erste Fisch der Session auf der Matte. Dieser hatte auf der Boilierute in 4,5 m Tiefe gebissen. Nachdem der Fisch versorgt war, wurde die Rute neu beködert und wieder an ihren Platz geworfen.

Danach legten wir uns wieder hin, bis ca. 3 Uhr der nächste Fisch an meiner Boilierute biss. Dieser war etwas kleiner als der erste, aber immerhin war es schon der zweite Fisch der Session! Nachdem der vorbereitete PVA-Stick aufs Vorfach gezogen war, warf ich die Rute wieder an ihren Bestimmungsort und legte mich wieder hin.

Diese beiden Fische waren jedoch nicht die einzigen. Bis früh halb 10 bissen noch drei weitere Karpfen auf meine Boilierute. In der ersten Nacht konnte ich auf dieser einen Rute also schon fünf Fische landen, die alle in etwa gleich groß waren. Christophs Ruten sowie meine Uferrute blieben jedoch ohne Biss.

 

So starteten wir mit frischen Brötchen in den Tag und genossen das schöne, spätsommerliche Wetter mit Temperaturen bis zu 20°C und strahlenden Sonnenschein. Gegen 12 Uhr biss dann erneut auf meiner Boilierute. Jedoch war nach kurzem Fischkontakt die Schnur plötzlich schlaff. Klasse - Abriss, Schlagschnur gekappt -.-

Den Rest des Tages verlief ohne weitere Aktionen, auch der Abend blieb ruhig. Da die vorherige Nacht immer wieder unterbrochen wurde und wir entsprechend müde waren, zogen wir uns etwas zeitiger in die Zelte zurück. Zum Glück konnten wir bis circa halb 3 durchschlafen, denn erst da wurden wir ein erstes Mal von einer Fischaktion geweckt. Christophs Rute an der Kante bescherte ihm den ersten Fisch der Session, der sich größenmäßig in meine zuvor gefangenen Karpfen einreihte.

Gegen 6.30 Uhr konnte ich dann den nächsten Karpfen verhaften. Dieser war zu unserer Freude etwas größer als die bisherigen. Ich freundete mich also mit dem Gedanken an, den Session-Best gefangen zu haben, doch um 8 Uhr legte Christoph nochmal nach. Er konnten einen schönen Spiegler knapp an der 20 Pfund Marke verhaften, so dass das Resultat der Session doch recht ordentlich aussieht.

Insgesamt konnten wir in zwei Nächten 8 Karpfen fangen, wobei die Gewichte im Verlauf der Session zunahmen. Dabei bissen alle Fische auf die tief liegenden Ruten, an den flach abgelegten tat sich überhaupt nichts, obwohl die Wassertemperatur mit 18 Grad noch recht ordentlich war.

Mal sehen, was die nächsten Sessions an diesem See noch so hervorbringen.

Bis dahin

Stefan

01.06.2014

 

Die Elbesaison 2014 hat vor ca. 3 Wochen richtig begonnen.


Der Fokus lag in diesem Jahr auf neuen Stellen, d.h. der Erkundung und Beanglung dieser. Da ich im Mai nach Dresden gezogen bin, ergaben sich hieraus auch neue Möglichkeiten, die Lust auf mehr machten! In diesem Zusammenhang habe ich mir auch endlich den kleinen Traum eines Benzin-Außenborders (8PS) erfüllt, um die Strukturen besser erkunden und verwunsche Stellen besser erreichen zu können. 
Leider war der Flusspegel in den letzten Wochen sehr wechselnd, was meine Stellenwahl stark einschränkte und auch einen Abbruch verursachte. Allerdings kennt man ja nach den Jahren ein paar Stellen und bis zu welchem Pegel man diese wie befischen kann. So fiel die Wahl bei meiner letztwöchigen 2-Tages-Sitzung auf eine altbekannte Stelle, die auch bei höherem Pegel (bis max. 2,10m Pegel DD) befischt werden kann.


Ergebnis war u.a. ein strammer Grasfisch von 105cm und 36 Pfund...Saisonziel also bereits erreicht!



In den folgenden Wochen nahmen Stefan und ich gemeinsam eine neue Stelle unter Futter und befischten diese recht erfolgreich. Leider war damit die Elbsaison 2014 für uns schon beendet, aber im kommenden Jahr greifen wir wieder an.


10.05.2014


Der zeitig einsetzende Frühling und der milde Winter ließen den Saisonstart in diesem Jahr recht früh vonstatten gehen. Zwar wurde auch schon im Januar gefischt, jedoch ging es dort weniger ums Ergebnis, denn darum, einfach draußen zu sein und die winterliche Ruhe am Wasser zu genießen. Anfang März ging es dann aber endlich richtig los, die ersten gemeinsamen Sessions mit Stefan standen an. Ein uns bisher unbekanntes Gewässer hatten wir für unsere Frühjahrsangelei ausgewählt. Wir wussten, dass uns dies auch eine Menge Lehrgeld kosten konnte, doch wir bissen uns durch und wurden dafür auch belohnt.


Im weiteren Verlauf des März/April konnten wir viele neue Erkenntnisse über den See sammeln und diese in unsere Angelei einfließen lassen. Das brachte uns noch ein paar gute Fische, bis wir uns gegen Ende April dazu entschieden, unsere Frühjahrsangelei dort zu beenden.

Fest steht: im neuen Jahr kommen wir wieder!

09.04.2013

Nachdem nun der Winter im März nochmal so richtig zugeschlagen hatte, war es uns bisher noch nicht vergönnt, wirklich sinnvoll in die neue Saison zu starten.

 

Nun ist es aber endlich so weit, die nordatlantische Oszillation hat es sich glücklicherweise doch nochmal anders überlegt und der Frühling hält nun auch hier in Sachsen langsam Einzug - die Gewässer sind mittlerweile eisfrei und die Wassertemperaturen steigen ganz langsam.

 

Jetzt gibt es auch für uns kein Halten mehr, wir müssen ans Wasser! Die Saisonvorbereitungen waren schon Mitte März so gut wie abgeschlossen, nur fehlte eben das passende Wetter. Aber alles wird gut und bald sitzen wir endlich wieder am Wasser und diese scheußlich lange Zwangspause hat ein Ende!