10.05.2014


Der zeitig einsetzende Frühling und der milde Winter ließen den Saisonstart in diesem Jahr recht früh vonstatten gehen. Zwar wurde auch schon im Januar gefischt, jedoch ging es dort weniger ums Ergebnis, denn darum, einfach draußen zu sein und die winterliche Ruhe am Wasser zu genießen. Anfang März ging es dann aber endlich richtig los, die ersten gemeinsamen Sessions mit Stefan standen an. Ein uns bisher unbekanntes Gewässer hatten wir für unsere Frühjahrsangelei ausgewählt. Wir wussten, dass uns dies auch eine Menge Lehrgeld kosten konnte, doch wir bissen uns durch und wurden dafür auch belohnt.


Im weiteren Verlauf des März/April konnten wir viele neue Erkenntnisse über den See sammeln und diese in unsere Angelei einfließen lassen. Das brachte uns noch ein paar gute Fische, bis wir uns gegen Ende April dazu entschieden, unsere Frühjahrsangelei dort zu beenden.

Fest steht: im neuen Jahr kommen wir wieder!

09.04.2013

Nachdem nun der Winter im März nochmal so richtig zugeschlagen hatte, war es uns bisher noch nicht vergönnt, wirklich sinnvoll in die neue Saison zu starten.

 

Nun ist es aber endlich so weit, die nordatlantische Oszillation hat es sich glücklicherweise doch nochmal anders überlegt und der Frühling hält nun auch hier in Sachsen langsam Einzug - die Gewässer sind mittlerweile eisfrei und die Wassertemperaturen steigen ganz langsam.

 

Jetzt gibt es auch für uns kein Halten mehr, wir müssen ans Wasser! Die Saisonvorbereitungen waren schon Mitte März so gut wie abgeschlossen, nur fehlte eben das passende Wetter. Aber alles wird gut und bald sitzen wir endlich wieder am Wasser und diese scheußlich lange Zwangspause hat ein Ende!

30.07.2012

 

So, seit gestern Mittag bin ich nun wieder im Lande, letzten Endes einen Tag eher als geplant, es ließ sich aber nicht vermeiden.

Hinter mir liegt eine doch recht ernüchternde Session, von der ich mir eindeutig mehr erhofft hatte. So versprach der angekündigte Wetterwechsel am Wochenende beissfreudigere Karpfen. Doch so richtig wollte es nicht laufen.  Dass die Wassertemperaturen zwischen 24 und 25°C ihren Beitrag dazu leisteten, ist wahrscheinlich. Bei den vorherrschenden Außentemperaturen kam auch ich ganz schön ins schwitzen, so dass der Wasservorrat auch noch zu früh zur Neige ging. Deswegen gings halt schon nach 2 Nächten wieder nach Hause... Absolute Fehlplanung meinerseits.

 

Entschieden hatte ich mich doch recht kurzfristig für diesen See, an dem Christoph vor einigen Wochen schon einige schöne 20er fangen konnte. Da ich wie so oft bisher nur Kindergartenkarpfen fangen konnte, entschied ich mich daher für diesen See und gegen einen anderen, an dem ich bisher 2 Mal in diesem Jahr war, dort auch an Masse fangen konnte, aber nie über 12 Pfund hinauskam. Und nach einiem Telefongespräch mit Kumpel Philipp, der bis vergangenen Mittwoch dort sahs, und auch nur bis 12 Pfund fing, war für mich klar, dass es dieser See nicht werden würde.

In brütender Hitze baute ich also am Zielgewässer auf, suchte mir ein paar schöne Spots und fütterte mit Tigernüssen und 20er Selfmades. Rigtechnisch wurde auf altbewährtes zurückgegriffen, nur etwas länger, um vom Blei nicht in das niedrige Bodenkraut hineingezogen zu werden. So kam die erste Nacht und zu meiner Überraschung meldete sich der Delkim um 3 Uhr in alter Fullrunmanier. Damit hatte ich eigentlich nicht gerechnet, aber so schnell kanns gehen. Doch als ich dann vom Boot aus drillte und sich der Karpfen irgendwie komisch anfühlte, kam ich ins grübeln. Im Schein der Lampe sah ich dann den Übeltäter: einen Aal, und was für einer!!!

Leicht überfordert, da es mein erster Aal war, gings wieder zurück an Land, wo ich erstmal überlegte, was ich mit dem Burschen denn nun mache. Erstmal messen, was schwieriger als gedacht war, da er sich nicht gewillt zeigte, mal ruhigzuhalten. Letzendlich kann ich sagen, er war zwischen 90 und 95cm!!! Nach einem schnellen Foto auf der Matte entließ ich ihn dann wieder, da ich ja noch bleiben wollte und keine Möglichkeit sah, ihn aufzubewahren ;)

Das Interessante war ja, dass er wirklich ordentlich in der Unterlippe gehakt war. Er muss also wirklich versucht haben, den Boilie zu fressen. Davon habe ich vorher noch nichts gehört und muss echt sagen, dass es mich überrascht hat und es noch immer nicht recht glauben kann. Auch wenn mir ein Einheimischer am nächsten Morgen von einem ähnlichen "Vorfall" erzählte. Was es nicht alles gibt...

Das war die erste Nacht, kein weiterer Karpfen oder anderweitiger Beifang leiß sich zum Landgang überreden.

Am folgenden Samstag sollte nun der Wetterumschwung mit kühleren Temperaturen folgen. Der Umschwung kam dann auch, allerdings sehr verhalten. Es war immernoch brütend heiß und das bissl Regen und die halbe Stunde Wind wollte weder die Luft noch das Wasser so richtig abkühlen.

Und meine Wasservorräte schwanden... -.-

So ging es in die nächste Nacht, von der schon abzusehen war, das es die letzte werden würde. Dafür hoffte ich auf einen etwas dickeren Karpfen, zumal es in der Nacht noch einmal kräftig goß und auch der Wind nochmals auffrischte.

Doch die Nacht blieb ruhig... Ers am nächsten morgen um halb 6 meldete sich endlich der Bissanzeiger.  Die Tigernussrute pfiff ab und nach kurzem Bootsdrill lag er auf der Matte. Ein Karpfen! WOW! Doch bei einem Gewicht von 6 Pfund (haha) zogen sich die Mundwinkel wieder nach unten, weshalb das Selbstauslöserfoto erstens nicht so super scharf ist und ich auch etwas gequält aussehe.

Prima. Wäre ich an den anderen See gefahren, hätte ich vielleicht einen Karpfen mit doppelter Größe fangen können!!! Die später folgende Brasse an der Boilierute wurde so auch zum Nebendarsteller und wurde so noch im Wasser abgehakt.

Das war die Session, zu der ich endlich mal wieder was Größeres fangen wollte. Ich fahre an einen See, der zuletzt 20er hervorbrachte und ich fange einen Satzer... Super

Das ist mehr als frustrierend, und auch der Aal kann die Stimmung irgendwie nicht so richtig heben. Naja. Ich sollte wohl besser Aalangler werden. Da fange ich wenigstens mal nen Kapitalen!

 

Das wars von meiner Seite.

Man sieht sich!

 

Stefan

26.07.2012

 

Nachdem in letzter Zeit recht wenig hier passiert ist, gibts nun mal wieder was Neues.

Einige Sessions sind gelaufen, weniger bei mir, dafür mehr bei Chris. Neben einigen Sessions an der Labe, ging es für ihn auch an das ein oder andere stehende Gewässer. Fänge konnten verzeichnet werden, darunter einige schöne Karpfen und letztens erst ein Hecht von 1,15m auf Boilie.

Ich hingegen war in den letzten beiden Monaten zu 2 Wochenendtrips und einen Overnighter draußen. So konnte ich den ersten Fisch aus dem Gewässer fangen, an dem ich mir nun seit März die Zähne ausbeisse. Die Großfische blieben aber aus.

Jedoch war meine Bachelorarbeit in der letzten Zeit wichtiger, wodurch sowohl die Zeit für mehr Sessions als auch Berichte in schriftlicher Form fehlte.

Die Arbeit ist aber nun fertig, weshalb es morgen für 3 Nächte raus geht.  Ich hoffe, der Wetterumschwung spielt mir in die Karten und ich kann den einen oder anderen Fisch zum Landgang überreden. Wir werden sehen.

 

Bis später

Stefan

20.05.2012

 

Gleich 3 Premieren gab es am vergangenen Mittwoch zu feiern, als es für mich wieder ans Wasser ging. Neben der Jungfernfahrt meines neuen Schlauchbootes und der Benutzung des neuen Echolotes, befischte ich auch ein neues Gewässer im Brandenburgischen.

Also viele Neuerungen für mich und auch viele Möglichkeiten, das mal was daneben geht, aber es lief eigentlich ganz gut!

Als ich mit meinem Kumpel am Mittwoch Nachmittag am See eintraf, wurde schnell der Platz bezogen, das Tackle aufgebaut und das Boot zu Wasser gelassen, um erstmal die Wasserfläche etwas zu erkunden. Dabei trafen wir in unserem Gewässerabschnitt auf seichte Kanten und keine extremen (Un-)Tiefen. So wurden die Ruten zwischen 2,5m und 3,5m abgelegt. Gefüttert wurde bei mir mit einem Mix aus Partikeln und einigen Boilies. Kumpel Philipp tat mir dies erstmal gleich, stellte später aber auf „Boilies pur“ um.

So ging es in den Abend, der ca. 2 Stunden nach dem Platzieren der Ruten schon den ersten Fisch brachte: eine „Monsterbrasse“ mit 52cm biss auf meinen rechten Spot. Schnell die Rute wieder rausgefahren und erstmal entspannen. So wurde es dunkel, der teilweise recht starke Wind ließ nach, und wir erzählten uns einige Anekdoten unserer Angelkarriere ;)

Gerade als wir philosophierten, dass es doch nicht schlecht wäre, wenn jetzt einer ablief... piiiiiieeeep, ging`s auch schon los. Wieder melde sich meine rechte Rute und schrie kläglich um Hilfe. Nach kurzem Drill konnte ich dann den ersten Karpfen aus dem neuen Gewässer verhaften. Auch wenn es kein Riese war, so konnte ich nun den ersten Karpfen aus dem neuen Gewässer auf der Habenseite verbuchen.

Danach verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke und hätten auch durchgeschlafen, wenn mich mitten in der Nacht nicht wieder eine Brasse zwischen 50 und 55cm daran gehindert hätte.

So brach der Donnerstag an, wobei wir erstmal grübelten, warum bei Philipp gar nichts lief und ich schon 3 Bisse zu verzeichnen hatte. Wir führten dies auf seine Partikel zurück, die ihm nicht zufriedenstellend gelungen waren und fütterten von nun an nur noch Boilies.

Der Donnerstag brachte wiederum bei mir 4 Bisse, wobei sich ein Karpfen ins Schilf verabschiedete. Die anderen 3 konnten aber sicher gelandet werden. Ergebnis waren ausnahmslos schöne Fische, aber mit maximal 12 Pfund keine Riesen. Aber immerhin, zumindest bei mir biss es und ich lernte einiges dazu, was das Gewässer und das Handling mit dem Boot betrifft.

Nach einigen Eskapaden mit ein paar 15 Jährigen, die Vatertag feierten, ging es in den nun schon zweiten Abend, der dann doch ganz ruhig war. Wir betrachteten den schönen Sonnenuntergang und hofften auf eine fischreiche Nacht. Während ich wieder 3 Monsterbrassen fing, verzeichnete nun auch Philipp den ersten Biss – und was für einer: Fullrun um 3 Uhr morgens. Die umgestellte Futtertaktik brachte nun doch noch Aktion. Jedoch verlor er diesen Fisch im Drill. Wenn man Pech hat, kommt also auch noch Unglück dazu...

Also wurde in der Morgendämmerung die Rute neu ausgelegt und schnell ging es wieder auf die Liege. Allerdings nicht für lange, denn 6.30 Uhr pfiff der nächste Karpfen bei mir ab. Dieser Fisch konnte allerdings sicher vom Boot aus gedrillt werden, so dass am Ende ein schöner 10 Pfünder auf der Matte lag.

Der Freitag ist kurz zusammengefasst: Philipp packte mehr oder weniger frustriert ein und ich bereitete mich auf die nächste Nacht vor. Da die rechte Rute nach dem guten Start komplett tot lag und alles nur auf dem linken Spot lief, stellte ich dort die Futtertaktik und den Köder nochmals um. Es wurde etwas abseits der Boje abgelegt und nur 4-5 Boilies um einen Schneemann herum gefüttert. Vielleicht bringt dies ja mal einen größeren Fisch... Die Futtertaktik der anderen Rute wurde selbstverständlich beibehalten, es lief ja.

So ging es also in die Nacht, in der ich endlich mal durchschlafen konnte - Balsam für die übermüdeten Augen. ;)

Um 5 Uhr morgens lief dann der letzte Fisch der Session ab. In herrlicher Atmosphäre, die Sonne ging gerade auf und kein Luftzug strich über das Wasser, konnte ich vom Boot aus einen 11 Pfünder drillen. Prima Abschluss einer im Großen und Ganzen ordentlichen Session. Nur die Fischgröße ist noch steigerungsfähig. Größere Karpfen sind aber zweifelsohne vorhanden, so dass ich mich nur noch etwas durchangeln muss ;)

 

Beim nächsten Mal weiß ich ja jetzt, wo es lang geht.

 

Grüße

Stefan