17.06.2012

 

Am vergangenen Freitag wollte ich es nochmal wissen... Mehr oder weniger spontan machte ich mich auf an das Gewässer, an dem ich im Frühjahr so bravourös gescheitert war. Nach den vorangegangenen Trips hatte ich mir eine Taktik überlegt, um in dem großen, aber dünn besetzten Gewässer doch noch einen Karpfen zu überlisten.

Ich brachte attraktives Futter mit einer hohen Löslichkeit an einer ufernah abfallenden Kante ein und fischte zentral mit Partikeln am Platz. Das Wetter versprach gut zu werden, so dass ich auch mein Tackle etwas reduzierte, um den beschwerlichen Weg etwas einfacher zurücklegen konnte.

Während in der ersten Nacht noch nichts geschah, wurde ich dann heute Morgen zum Sonnenaufgang von einem kleineren aber makelosen Spiegler geweckt - endlich ein Erfolgserlebnis.

 

20.05.2012

 

Gleich 3 Premieren gab es am vergangenen Mittwoch zu feiern, als es für mich wieder ans Wasser ging. Neben der Jungfernfahrt meines neuen Schlauchbootes und der Benutzung des neuen Echolotes, befischte ich auch ein neues Gewässer im Brandenburgischen.

Also viele Neuerungen für mich und auch viele Möglichkeiten, das mal was daneben geht, aber es lief eigentlich ganz gut!

Als ich mit meinem Kumpel am Mittwoch Nachmittag am See eintraf, wurde schnell der Platz bezogen, das Tackle aufgebaut und das Boot zu Wasser gelassen, um erstmal die Wasserfläche etwas zu erkunden. Dabei trafen wir in unserem Gewässerabschnitt auf seichte Kanten und keine extremen (Un-)Tiefen. So wurden die Ruten zwischen 2,5m und 3,5m abgelegt. Gefüttert wurde bei mir mit einem Mix aus Partikeln und einigen Boilies. Kumpel Philipp tat mir dies erstmal gleich, stellte später aber auf „Boilies pur“ um.

So ging es in den Abend, der ca. 2 Stunden nach dem Platzieren der Ruten schon den ersten Fisch brachte: eine „Monsterbrasse“ mit 52cm biss auf meinen rechten Spot. Schnell die Rute wieder rausgefahren und erstmal entspannen. So wurde es dunkel, der teilweise recht starke Wind ließ nach, und wir erzählten uns einige Anekdoten unserer Angelkarriere ;)

Gerade als wir philosophierten, dass es doch nicht schlecht wäre, wenn jetzt einer ablief... piiiiiieeeep, ging`s auch schon los. Wieder melde sich meine rechte Rute und schrie kläglich um Hilfe. Nach kurzem Drill konnte ich dann den ersten Karpfen aus dem neuen Gewässer verhaften. Auch wenn es kein Riese war, so konnte ich nun den ersten Karpfen aus dem neuen Gewässer auf der Habenseite verbuchen.

Danach verkrochen wir uns in unsere Schlafsäcke und hätten auch durchgeschlafen, wenn mich mitten in der Nacht nicht wieder eine Brasse zwischen 50 und 55cm daran gehindert hätte.

So brach der Donnerstag an, wobei wir erstmal grübelten, warum bei Philipp gar nichts lief und ich schon 3 Bisse zu verzeichnen hatte. Wir führten dies auf seine Partikel zurück, die ihm nicht zufriedenstellend gelungen waren und fütterten von nun an nur noch Boilies.

Der Donnerstag brachte wiederum bei mir 4 Bisse, wobei sich ein Karpfen ins Schilf verabschiedete. Die anderen 3 konnten aber sicher gelandet werden. Ergebnis waren ausnahmslos schöne Fische, aber mit maximal 12 Pfund keine Riesen. Aber immerhin, zumindest bei mir biss es und ich lernte einiges dazu, was das Gewässer und das Handling mit dem Boot betrifft.

Nach einigen Eskapaden mit ein paar 15 Jährigen, die Vatertag feierten, ging es in den nun schon zweiten Abend, der dann doch ganz ruhig war. Wir betrachteten den schönen Sonnenuntergang und hofften auf eine fischreiche Nacht. Während ich wieder 3 Monsterbrassen fing, verzeichnete nun auch Philipp den ersten Biss – und was für einer: Fullrun um 3 Uhr morgens. Die umgestellte Futtertaktik brachte nun doch noch Aktion. Jedoch verlor er diesen Fisch im Drill. Wenn man Pech hat, kommt also auch noch Unglück dazu...

Also wurde in der Morgendämmerung die Rute neu ausgelegt und schnell ging es wieder auf die Liege. Allerdings nicht für lange, denn 6.30 Uhr pfiff der nächste Karpfen bei mir ab. Dieser Fisch konnte allerdings sicher vom Boot aus gedrillt werden, so dass am Ende ein schöner 10 Pfünder auf der Matte lag.

Der Freitag ist kurz zusammengefasst: Philipp packte mehr oder weniger frustriert ein und ich bereitete mich auf die nächste Nacht vor. Da die rechte Rute nach dem guten Start komplett tot lag und alles nur auf dem linken Spot lief, stellte ich dort die Futtertaktik und den Köder nochmals um. Es wurde etwas abseits der Boje abgelegt und nur 4-5 Boilies um einen Schneemann herum gefüttert. Vielleicht bringt dies ja mal einen größeren Fisch... Die Futtertaktik der anderen Rute wurde selbstverständlich beibehalten, es lief ja.

So ging es also in die Nacht, in der ich endlich mal durchschlafen konnte - Balsam für die übermüdeten Augen. ;)

Um 5 Uhr morgens lief dann der letzte Fisch der Session ab. In herrlicher Atmosphäre, die Sonne ging gerade auf und kein Luftzug strich über das Wasser, konnte ich vom Boot aus einen 11 Pfünder drillen. Prima Abschluss einer im Großen und Ganzen ordentlichen Session. Nur die Fischgröße ist noch steigerungsfähig. Größere Karpfen sind aber zweifelsohne vorhanden, so dass ich mich nur noch etwas durchangeln muss ;)

 

Beim nächsten Mal weiß ich ja jetzt, wo es lang geht.

 

Grüße

Stefan

04.05.2012

 

Nachdem ich mich nach kurzem Hin und Her entschieden hatte, das erste mal in diesem Jahr an der Elbe anzugreifen, fiel die Wahl auf eine mir gänzlich unbekannte Stelle. So machte ich mich am Mittwoch nach der Arbeit auf den Weg gen Strom (des Lebens Cool ).

Die Stellen hatte ich einen Tag vorher unter Futter genommen und so war ich guter Dinge. Den Anfang machten ein paar Brassen und Döbel. Die Nacht war hingegen eher ruhig. Erst am heutigen Morgen konnte ich dann wieder mit einer Brasse nachlegen, nachdem ich mir einige Zeit nicht sicher war, ob ich die Präsentation an dem von mir auserkorenem Spot auch produktiv umsetzten konnte. Immer wieder hatte/habe ich mit festsitzenden Montagen und Abrissen zu kämpfen. Aber das gehört beim Elbfischen einfach dazu.

17:15 Uhr bekam ich wiederum einen Biss, diesmal verirrte sich ein recht stattlicher Döbel an meiner Montage. Gleich darauf wurden alle Plätze nochmals präpariert, sodass ich schon recht früh zum gemütlichen Teil des Abends übergehen konnte.

Nun sitze ich hier und harre der Dinge, die da hoffentlich noch kommen werden. Bis morgen Mittag bleibt mir noch Zeit, den ein oder anderen Fisch zu verhaften. Wünscht mir Glück ;)

 

Update 05.05.2012 :

Ich bin nun doch schon wieder zu Hause, kurz bevor das Gewitter kam, hatte ich alles im Auto verstaut. Allerdings hat sich der Stress auch gelohnt, ich konnte heute morgen gegen fünf noch einen mittleren Schuppi verhaften! Es ist für das Elbfischen in unserer Region eher selten, dass während einer Session immer Karpfen gefangen werden, hier ist es mir gleich beim Saisonauftakt gelungen!

Allerdings: dieser Karpfen ist mir leider bei dem heiklen Vorhaben, Wassserfotos machen zu wollen, wieder entwischt - die Laune der Großmutter ist dementsprechend schlecht ;)

Neben dem Schuppi liefen noch ein Aland und weitere Brassen. Alles in allem wie gesagt ein schönes, wenn auch sicherlich noch ausbaufähiges Ergebnis - aber bei dem dünnen Bestand an Karpfen in der Elbe muss man überhaupt erst mal einen der Brüder fangen! Das habe ich geschafft und bin dementsprechend happy. Bis zum nächsten mal!

 

Christoph

01.05.2012

Nun sind Robert und ich seit gestern wieder von einer längeren Session zurück. Es waren schöne Tage in der Wildnis mit eigentlich idealem Wetter für unsere geschuppten Freunde - leider aber blieben die Melder für lange Zeit stumm!

Selbst mit der Feeder ließ sich am 2. Tag unserer Session kein einziger Fisch überlisten. Versuche, als Alternative zum Karpfenfischen, dem Wels auf den Leib zu rücken, blieben ebenfalls leider erfolglos.

Erst in der letzten Nacht wurde der Bann gebrochen, endlich waren die Fische auf den Plätzen! In der blauen Stunde konnte man den ein oder anderen Fisch buckeln sehen, was uns Hoffnung machte, doch noch einen der Brüder zu erwischen.

Letztendlich konnte ich noch zwei richtig ordentliche Spiegler auf die Matte legen, Roberts Wallerruten blieben leider auch in dieser letzten Nacht unangetastet.

Anbei noch ein paar Bilder für Interessierte.

29.04.2012

 

...das wurde ja auch endlich mal Zeit. Der Knoten bei mir scheint geplatzt, wenn es denn einen Knoten gegeben haben sollte ;)

Aber von vorn:

Am vergangen Mittwoch fuhr ich wieder raus ans Wasser. Diesmal ging es an den See, den ich im letzten Jahr häufiger befischt hatte. Dabei fing ich zwar keine großen Fische, aber dafür zappelte es häufiger mal an den Ruten und ich konnte etwas rumexperimentieren. Da meine Karpfenanglerseele mal etwas Balsam benötigte, entschloss ich mich also für diesen See, um auch zu testen, ob ich denn überhaupt noch angeln kann ;) Also - auf zum Satzerangeln!

 

Gesagt getan, am späten Mittwoch Nachmittag traf ich also am See ein, konnte meinen "Wunschplatz" beziehen und machte mich gleich daran, die Spots auszuloten. Eine Rute sollte direkt an einem großen Schilfgürtel im Flachwasser platziert werden, während die andere Rute die abfallende Kante vorm gegenüberliegenden Ufer abdecken sollte. Beides sind für mich bekannte Spots, so dass es ohne große Zeitverzögerungen ans Füttern gehen konnte. So fütterte ich für die Schilfrute 2 Kellen Partikelmix weit verstreut vor die Schilfkante und auf die andere Stelle brachte ich 5 Raketen mit Boilies und Partikelmix aus. Da die Boilies gerade am Vortag von mir gerollt wurden, waren sie noch sehr weich, weshalb ich vorerst nicht mit dem Wurfrohr einen weitverstreuteren Platz anlegen konnte.

 

Die Schilfrute beköderte ich in der ersten Nacht mit 2 Maiskörnern und die andere mit einem Boilie und einem Maiskorn, was hier bisher immer gut funktioniert hatte.

So wurde es Abend und ich genoß die Ruhe an diesem schönen See.

Die Nacht blieb vorerst auch noch ruhig, bis auf ein paar sehr zaghafte Zupfer an der Schilfrute, die wohl noch nicht von Karpfen stammten, da sich Plötzen am Platz bemerkbar machten.

 

Am nächsten Morgen so gegen 6 Uhr wurde ich dann das erste mal von einer kürzeren Abfolge von Einzelpieps geweckt. An der Schilfrute schien es endlich loszugehen - ich nahm die Rute auf, spürte"heftigen Widerstand" und nach spannendem Drill konnte ich meinen ersten Karpfen 2012 landen. Die Größe muss dabei als K2-Besatz vom letzten Herbst bezeichnet werden ;)

Egal, denn kaum hatte ich die Rute wieder auf den Platz geworfen, piepte es auch schon an der anderen Rute. Auch hier wieder recht zaghaft, aber zusammenhängend, sodass ich bei der nächsten kleinen Bewegung des Hangers die Rute aufnahm und schon befand ich mich in nächsten "Drill", wobei sich mein Gegenspieler als kleine Brasse zu erkennen gab. Die Rute flog also auch wieder an ihren Platz, ich fütterte etwas nach und machte erstmal Frühstück.

 

Gegen 8 Uhr biss es dann erneut. Diesmal war wieder die Rute an der Kante dran. Diesmal merkte ich aber schon früh, dass es sich nicht um einen K2-Karpfen handelte. Nach kurzem Drill konnte ich einen 5 Pfund schweren Karpfen verhaften - HEY! Fisch ist Fisch, und wer die Kleineren nicht ehrt, ist es auch den Größeren nicht wert - oder so ;)

Nach diesem Fisch fütterte ich wieder etwas nach, so gut wie ausschließlich Boilies, da ich mir mit zu viel Partikel die Weißfische auf den Platz holen würde. Die Partikel fütterte ich stattdessen wieder auf den ufernahen Schilfspot.

Es wurde um 10 und wieder biss es auf der Rute an der Kante. Ich nahm die Rute auf und frohlockte auf Grund des Drillverhaltens schon mit einem größeren Fisch. Am Ende kam ein 7 Pfund schwerer Spiegler ans Tageslicht. "Fein, so könnte es weiter gehen", dachte ich mir, und das tat es auch. Nachdem ich die Rute wieder auf den Platz geworfen hatte, wollte ich wieder 2-3 Raketen Boilies hinterschießen. Ich befüllte gerade die 2. Rakete als: Piiiiiiiiiiieeeeeep - da pfiff sie schon wieder ab. Geil! Nach kurzem Drill konnte ich einen 6 Pfünder auf der Matte willkommen heißen.

2 Fische innerhalb einer halben Stunde sind auch mal nett!

Danach brauchte ich erstmal eine Pause ;) Während die Wassertemperaturen auf ein nettes Maß von 14°C  stiegen (am Freitag waren es sogar 16°C) und ein strammer Südwestwind das Wasser durchwirbelte, baute ich die "tote" Schilfrute um, rüstete sie mit einem gelben Poppi aus, und legte sie wieder am Schilf ab. Vielleicht gehts ja damit. Danach ließ ich es ganz ruhig angehn, schlief eine Runde und ließ es mir einfach gut gehen. Gegen 14 Uhr wurde ich dann erstmal aus dem Schlaf gerissen, jedoch nicht durch meine Bissanzeiger, sondern es kamen ein paar andere Angler vorbei, die auch für 2 Nächte ihr Glück versuchen wollten. Sie bauten dann einige Meter neben mir in einer Bucht auf, wir kamen ins Gespräch und schneller als gedacht war es 24 Uhr und ich haute mich wieder auf die Liege.

Am Abend hatte ich vorher aber noch ein paar Änderungen vorgenommen, da die Schilfrute keine Punkte brachte. So warf ich beide Ruten an die Kante und fütterte nun ausschließlich Boilies.

Dabei erhielt ich schon im Laufe des Abends immermal wieder einzelne Piepser auf eine der beiden Ruten, die sich jedoch als nicht verwertbar erwiesen. Das lag am Rig, wie ich leider erst am nächsten Morgen festellen musste. Nunja, bevor der anbrach, fing ich allerdings erst nochmal eine Brasse.

Um 6 Uhr wurde ich dann erneut durch einen Biss geweckt. Ein kleinerer Satzer wollte auch ein schönes biometrisches Passfoto haben - dann bekommt er eins! Nachdem ich die Rute wieder auf den Platz geworfen und ein paar Boilies mit dem Rohr nachgefüttert hatte, kontrollierte ich die Rute, die die Nacht über immer mal wieder gepiept hatte. Dort fischte ich einen 16er Boilie Marke Eigenkreation und einen halben 16er Poppi.

Als ich das Rig herausholte, war zwar noch alles dran, aber es war ziemlich verdreht, so dass sich sogar das Coating ablöste. Ich nehme an, der Abstand zwischen Boilie und Hakenschenkel war zu kurz, so dass der Haken nicht greifte und die Karpfen also nur mit dem Köder rumspielten, aber eben nicht gehakt wurden. Hätte ich mal eher reagiert, hätte ich vielleicht auch die einzelnen Piepser verwerten können. So band ich also ein neues Rig, beköderte es mit einem Boilie und einem Maiskorn und schoss es wieder rüber.

Danach dauerte es ca. 1 Stunde, bis das eben neu gebundene Rig seine Wirkung zeigte und mir einem weiteren Satzer bescherte. Dieser sollte dann auch der Letzte sein. So baute ich gegen Mittag ab, schwatzte noch kurz mit den anderen beiden Jungs und brach dann gen Heimat auf.

 

Fazit der Session:

Ich kann es also doch noch. Die Fische waren mir gnädig und verarschten mich mal nicht, wie an meinem Blank-See.

Nebenbei lernte ich noch die anderen beiden Jungs kennen und werde mit denen sicher auch mal losziehen.

Also ich bin rund um zufrieden - so kanns weiter gehen!

 

Grüße vom

Stefan